Ausgabe 45/2016
Steuertipp vom 08.11.2016

Abzug von Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung bei Bezug von Elterngeld

Hat die unterhaltene Person andere Einkünfte oder Bezüge, so vermindert sich der nach § 33a Abs. 1 EStG abziehbare Höchstbetrag um den Betrag, um den diese Einkünfte und Bezüge den Betrag von 624 € im Kalenderjahr übersteigen. Bei der Berechnung der eigenen Einkünfte und Bezüge einer unterhaltenen Person ist zu beachten, dass nach R 33a.1 Abs. 3 Satz 4 Nr. 3 EStR 2012 Einkünfte und Leistungen, soweit sie dem Progressionsvorbehalt unterliegen, als Bezüge zu erfassen sind. Das Elterngeld unterliegt nach § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. j EStG in voller Höhe (einschließlich des Mindestbetrags nach § 2 Abs. 4 BEEG von 300 €) dem Progressionsvorbehalt und ist somit zu den Bezügen zu zählen.