Ausgabe 4/2013
Steuertipp vom 24.01.2013

Änderungen der Veranlagungsarten für Ehegatten ab 2013

Durch das StVereinfG 2011 (BGBl I 2011, 2131) wurden ab dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2013 die getrennte Veranlagung mit Grundtarif und die besondere Veranlagung mit Grundtarif oder Witwensplitting abgeschafft.

Für Ehegatten verbleiben danach nur noch folgende Veranlagungsarten:

  • Einzelveranlagung mit Grundtarif (§ 26a EStG),
  • Zusammenveranlagung (§ 26b EStG),
  • Verwitwetensplitting (§ 32a Abs. 6 Nr. 1 EStG) und
  • Sondersplitting im Trennungsjahr (§ 32a Abs. 6 Nr. 2 EStG).

Die Neuregelungen gelten gem. § 52 Abs. 68 Satz 1 EStG ab dem VZ 2013.

Aus der Sicht der Steuergestaltung ist vor allem zu berücksichtigen, dass bei der Einzelveranlagung nach § 26a EStG eine freie Zuordnung verschiedener Aufwendungen nicht mehr möglich ist. Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG werden demjenigen zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat. Auf übereinstimmenden Antrag der Ehegatten kann aus Vereinfachungsgründen eine hälftige Zuordnung der Aufwendungen zugelassen werden. In begründeten Einzelfällen genügt auch ein Antrag des Ehegatten, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat.