Ausgabe 19/2018
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 08.05.2018
LAG Köln, Urt. v. 07.07.2017 - 4 Sa 936/16, rkr.

Arbeitsunfähigkeit nach erfolglosem Urlaubsantrag

Die Kombination eines abgelehnten Urlaubsantrags und einer unmittelbar folgenden Arbeitsunfähigkeit für den beantragten Urlaubszeitraum lässt den Verdacht aufkommen, dass die Arbeitsunfähigkeit vorgetäuscht ist. Eine Kündigung wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Arbeitsunfähigkeit ist dennoch meist erfolglos. Die von einem Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung i.S.d. § 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG hat einen hohen Beweiswert. Dass die Beweiskraft eines ärztlichen Attests jedoch auch erschüttert werden kann, geht aus einem Urteil des LAG Köln hervor.