Ausgabe 11/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 13.03.2018
FG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 25.01.2018 - 6 K 2234/17

Arbeitszimmer für eine Photovoltaikanlage?

Der Geltendmachung von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer als Betriebsausgaben kann auch eine nur geringe private Nutzung eines Arbeitszimmers entgegenstehen.

FG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 25.01.2018 - 6 K 2234/17

Die Betreiberin einer Photovoltaikanlage machte für das Jahr 2010 Betriebsausgaben für ihr Arbeitszimmer geltend, das sie monatlich im Umfang von ca. acht Stunden zur Verwaltung der Anlage genutzt hatte. Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung der Aufwendungen als Betriebsausgaben jedoch ab, weil keine Erforderlichkeit erkennbar gewesen sei. Strittig blieb auch die Einordnung als häusliches Arbeitszimmer oder Betriebsstätte.

Das angerufene FG Rheinland-Pfalz ist jedoch der Auffassung des Finanzamts gefolgt und hat die Klage abgewiesen. Nach den Feststellungen des Finanzamts vor Ort war zwar tatsächlich von einem Arbeitszimmer auszugehen, das dem Typus eines Büros entsprach. Aufwendungen für gemischt genutzte Räume, die in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen eingebunden sind und die sowohl zur Erzielung von Einkünften als auch in mehr als nur untergeordnetem Umfang zu privaten Zwecken genutzt werden, sind hingegen insgesamt nicht nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG abziehbar (vgl. BFH, Urt. v. 08.03.2017 - IX R 52/14, NV).