Ausgabe 26/2018
Steuertipp vom 26.06.2018

Barrierefreier Umbau als außergewöhnliche Belastung

Mit Urteil vom 22.10.2009 (BStBl II 2009, 280) hat der BFH entschieden, dass die Aufwendungen für den behindertengerechten Umbau des Hauses als außergewöhnliche Belastungen abziehbar sind, wenn sie so stark unter dem Gebot der sich aus der Situation ergebenden Zwangsläufigkeit stehen, dass auch die etwaige Erlangung eines Gegenwerts in Anbetracht der Gesamtumstände des Einzelfalls in den Hintergrund tritt.

Eine Verteilung von Aufwendungen über mehrere Veranlagungszeiträume ist nach derzeitiger Rechtslage ausgeschlossen. Das FG Baden-Württemberg hat mit Urteil vom 23.04.2015 - 3 K 1750/13 die Verwaltungsauffassung bestätigt und eine Verteilung der als außergewöhnliche Belastungen abziehbaren behinderungsbedingten Umbaukosten auf mehrere Veranlagungszeiträume im Billigkeitsweg abgelehnt.

Gegen diese Entscheidung wurde Revision eingelegt. Mit Urteil vom 12.07.2017 - VI R 36/15 wies der BFH die Klage als unbegründet zurück und bestätigte die Meinung des Finanzgerichts.