Ausgabe 51/2019
Steuertipp vom 18.12.2019

Berücksichtigung des Altersentlastungsbetrags bei der Ermittlung des Verlustabzugs

Gemäß § 10d EStG sind negative Einkünfte, die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichen werden, vom Gesamtbetrag der Einkünfte des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums vorrangig vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abzuziehen.

In diesem Zusammenhang hat das FG Köln mit Urteil vom 12.12.2018 - 10 K 1730/17 abweichend von der Verwaltungsauffassung festgestellt, dass nach dem Wortlaut des § 10d EStG i.V.m. § 2 Abs. 3 EStG zunächst der Altersentlastungsbetrag nach § 24a EStG berücksichtigt werden müsse. Erst im Anschluss sei der Verlustabzug vorzunehmen.

Ein entsprechendes Revisionsverfahren ist unter Az. IX R 3/19 beim BFH anhängig. Diesbezügliche Einspruchsverfahren ruhen gem. § 363 Abs. 2 Satz 2 AO.