Ausgabe 35/2006
Steuertipp vom 31.08.2006

Beschränkte Entfernungspauschale und Pauschalierung von Fahrtkostenzuschüssen

Der Arbeitgeber kann auch 2007 die Lohnsteuer für

  • Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Beförderung eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (z.B. Firmenwagengestellung, Zurverfügungstellung eines Job-/Firmentickets) und
  • für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistete Zuschüsse zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (sog. Barzuschüsse)

pauschal mit 15 % erheben. Eine Pauschalversteuerung ist aber nur bis zu dem Betrag zulässig, den der Arbeitnehmer „wie“ Werbungskosten geltend machen könnte, wenn die Bezüge nicht pauschal besteuert würden (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Pauschalversteuerung führt auch zur Sozialversicherungsfreiheit (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 Arbeitsentgeltverordnung). Die Begrenzung der Entfernungspauschale ab 2007 wirkt sich - ausgenommen sind bestimmte behinderte Menschen - auch auf die Höhe des Pauschalierungsvolumens aus.

Beispiel 1:

Dem Arbeitnehmer steht für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Entfernung 15 km an 210 Arbeitstagen) ein Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis von 30.000 ı zur Verfügung.

2006 Geldwerter Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 0,03 % von 30.000 ı x 15 km x 12 Monate

1.620 ı