Ausgabe 23/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 05.06.2018
BMF-Schreiben v. 18.05.2018 - IV C 7-S 2232/0-02, 2018/0185471

Besteuerungsgrundsätze für die Forstwirtschaft

In dem vorliegenden BMF-Schreiben nimmt die Verwaltung ausführlich zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung von forstwirtschaftlichen Flächen als Betriebsvermögen eines Erwerbsbetriebs Stellung. Angesprochen werden die Voraussetzungen für einen ertragsteuerrechtlichen Betrieb der Forstwirtschaft, der Umfang eines ertragsteuerrechtlichen Betriebs der Forstwirtschaft sowie die Betriebsvermögenseigenschaft von forstwirtschaftlichen Flächen. Einen Schwerpunkt nimmt die Abgrenzung eines Erwerbsbetriebs zur Liebhaberei ein. Dazu gelten folgende Grundsätze:

  • Die erforderliche Totalgewinnprognose ist grundsätzlich generationenübergreifend über den Zeitraum der durchschnittlichen Umtriebszeit des im Forstbetrieb vorherrschenden Baumbestands zu erstrecken. Dies gilt zugleich betriebsübergreifend auch dann, wenn der Forstbetrieb zunächst unter Nießbrauchsvorbehalt an die nächste Generation übertragen wird. Die Totalgewinnprognose ist dann ungeachtet der Entstehung zweier Forstbetriebe für einen fiktiven konsolidierten Forstbetrieb zu erstellen. Werden bei einer Betriebsgründung bzw. einem Betriebserwerb bereits hergestellte Baumbestände erworben, ist der Prognosezeitraum regelmäßig nach dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zur Hiebsreife der Baumbestände zu bemessen.