Ausgabe 17/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 24.04.2018
FG Köln, Urt. v. 07.09.2016 - 5 K 925/08, Rev. eingelegt (Az. beim BFH: IX R 43/17)

Bewertung von Grund und Boden bei Denkmälern

Der für den Grund und Boden ermittelte Wert kann bei der Ermittlung des Verkehrswerts eines unter Denkmalschutz stehenden Mietwohngrundstücks im Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung nicht im Wege einer Abzinsung oder durch einen Abschlag herabgesetzt werden.

FG Köln, Urt. v. 07.09.2016 - 5 K 925/08, Rev. eingelegt (Az. beim BFH: IX R 43/17)

Für den Kauf einer vermieteten und unter Denkmalschutz stehenden Immobilie beantragten die Eigentümer die Berücksichtigung der AfA, ohne eine Aufteilung des unstrittigen Kaufpreises in Gebäude sowie Grund und Boden vorzunehmen. Im Einspruchsverfahren unterlegten sie diese Auffassung mit einem Sachverständigengutachten, das nach Abzinsung des Bodenwerts für eine wegen des Denkmalschutzes unendliche Laufzeit auf einen unwesentlichen Wert gekommen wäre; entsprechend blieb dieser außer Ansatz.

Das FG Köln hat die Klage abgewiesen und ist einem eigenen Sachverständigengutachten gefolgt, das noch einen Bodenwert von 57 % des Kaufpreises auswies.

Nach der Rechtsprechung des BFH kann zur Ermittlung der Verkehrswerte bei Mietwohngrundstücken grundsätzlich sowohl das Sachwert- als auch das Ertragswertverfahren angewendet werden (vgl. BFH, Beschl. v. 29.05.2008 - IX R 36/06, BFH/NV 2008, 1668).