Ausgabe 31/2017
Steuertipp vom 01.08.2017

Bewertungswahlrechte bei unentgeltlicher Aufnahme einer natürlichen Person in ein Einzelunternehmen

Die unentgeltliche Aufnahme einer natürlichen Person in ein Einzelunternehmen führte nach früherer Verwaltungsauffassung für beide Mitunternehmer nicht zur Anwendung des § 24 Abs. 1 UmwStG, sondern war insgesamt nach § 6 Abs. 3 EStG (zwingender Buchwertansatz) zu beurteilen (Rdnr. 01.47 des sog. Umwandlungssteuererlasses vom 11.11.2011, BStBl I 2011, 1314). Davon abweichend hat der BFH mit Urteil vom 18.09.2013 (BStBl II 2016, 639) entschieden, dass § 6 Abs. 3 EStG und § 24 UmwStG nebeneinander anzuwenden sind, wenn der Steuerpflichtige einen Betrieb in eine Personengesellschaft einbringt und zugleich Dritten unentgeltlich Mitunternehmeranteile zuwendet. Soweit der bisherige Betriebsinhaber mithin seinen Betrieb gegen Gewährung eines eigenen Mitunternehmeranteils einbringt, liegt ein Vorgang des § 24 UmwStG vor.