Ausgabe 21/2018
Steuertipp vom 24.05.2018

Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten bei Dauerleistungen

Rechnungsabgrenzungsposten sind sowohl handelsrechtlich (§ 250 HGB) als auch steuerrechtlich (§ 5 Abs. 5 EStG) zu bilden. Voraussetzung ist, dass die vor dem Bilanzstichtag getätigten Ausgaben bzw. erhaltenen Einnahmen Aufwand bzw. Ertrag für eine "bestimmte Zeit" nach dem Bilanzstichtag darstellen. Nur dann, wenn eine "bestimmte Zeit" feststellbar ist, kann eine Verteilung des Aufwands bzw. Ertrags erfolgen (R 5.6 Abs. 2 EStR). Als bestimmte Zeit im Sinne der Regelung ist grundsätzlich ein kalendermäßig festgelegter oder berechenbarer Zeitraum anzusehen. Allerdings kann eine bestimmte Zeit auch eine "immerwährende Zeit" sein, wenn der Steuerpflichtige eine Dauerleistung zu erbringen hat (vgl. z.B. BFH, Urt. v. 09.12.1993 - IV R 130/91, BStBl II 1995, 202).