Ausgabe 1/2019
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 02.01.2019
Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts - Einführung einer Brückenteilzeit v. 11.12.2018 , BGBl I 2018, 2384

Brückenteilzeit ab dem 01.01.2019

Seit Januar 2016 haben Arbeitnehmer in Unternehmen mit mehr als 45 Arbeitnehmern Anspruch auf zeitlich begrenzte Teilzeit, verbunden mit dem Recht auf Rückkehr zur vorherigen Arbeitszeit. Bisher besteht lediglich ein Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Teilzeitarbeit.

Die neue Brückenteilzeit können nur Arbeitnehmer in Anspruch nehmen, deren Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat. Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit kann für einen im Voraus zu bestimmenden Zeitraum von einem Jahr bis zu fünf Jahren verringert werden. Der Anspruch muss vom Arbeitnehmer nicht begründet werden. Für Arbeitgeber mit 46 bis 200 Beschäftigten gibt es eine Zumutbarkeitsgrenze. Arbeitet bereits einer von 15 Arbeitnehmern in befristeter Brückenteilzeit, kann der Arbeitgeber die Reduzierung der Arbeitszeit ablehnen. Die Ablehnung eines Antrags auf befristete Teilzeit kann aus betrieblichen Gründen abgelehnt werden. Für den Antrag auf befristete Teilzeit sind Formalitäten zu beachten: Der Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit und der Zeitraum der Reduzierung muss mindestens drei Monate vorher in Textform gestellt werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Teilzeitwunsch mit dem Arbeitnehmer zu erörtern.