Ausgabe 8/2013
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 21.02.2013

Die erhöhte Entgeltgrenze bei Minijobbern kann sich auf die Krankenversicherung auswirken

Besonders in Unternehmerhaushalten besteht häufig ein Interesse daran, die Kranken- und Pflegeversicherungspflicht des Ehepartners herbeizuführen. Der Grund: Ist der Unternehmer privat krankenversichert und sein Ehegatte nicht berufstätig, muss Letzterer in der privaten Krankenversicherung mitversichert werde. Diese sog. Familienversicherung kann teuer werden. Daher ist es in der Praxis ein beliebtes Modell, den Ehegatten mit einer mehr als geringfügigen Beschäftigung (Verdienst etwas über der Minijob-Grenze) in die Versicherungspflicht zu „heben“.

Die neue erhöhte Arbeitsentgeltgrenze von 450 ı kann Gestaltungen durchkreuzen, bei denen dem Ehegatten bislang 400,01 ı bis 450,00 ı gezahlt wurden. Denn nach neuem Recht bleibt diesen Ehepartnern die Kranken- und Pflegeversicherungspflicht nur erhalten, wenn sie mehr als 450 ı verdienen. Es kann daher ratsam sein, das monatliche Minijobbergehalt entsprechend anzupassen.

Hinweis