Ausgabe 18/2014
Steuertipp vom 01.05.2014

Dienstwagenüberlassung: Kein geldwerter Vorteil bei privatem Nutzungsverbot

Ein geldwerter Vorteil wegen privater Nutzung eines vom Arbeitgeber überlassenen Firmenwagens darf nur dann angesetzt werden, wenn feststeht, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Firmenwagen tatsächlich zur privaten Nutzung arbeitsvertraglich oder doch zumindest auf der Grundlage einer konkludent getroffenen Nutzungsvereinbarung überlassen hat. In solch einem Fall besteht der geldwerte Vorteil aus der Firmenwagenüberlassung bereits in der Nutzungsmöglichkeit. Dieser Anscheinsbeweis kann nicht widerlegt werden. Folglich darf ein geldwerter Vorteil nicht angesetzt werden, wenn der Arbeitnehmer zur Privatnutzung des Firmenwagens nicht (mehr) befugt ist. Diese Grundsätze gelten nach Auffassung des BFH auch für den Leitungsbereich des Arbeitgeber-Unternehmens.