Ausgabe 12/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 20.03.2018
FinMin Schleswig-Holstein Kurzinformationen v. 02.11.2017 - VI 3013 - S 1978d-011

Einbringung eines Betriebs in eine Personengesellschaft bei Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln

Der BFH hatte in dem Urteil vom 11.04.2013 (BStBl II 2014, 242) entschieden, dass bei Realteilung einer freiberuflichen Mitunternehmerschaft, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, keine Verpflichtung zur Erstellung einer Realteilungsbilanz nebst Übergangsgewinnermittlung besteht, wenn die Buchwerte fortgeführt werden und die Mitunternehmer unter Aufrechterhaltung der Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung ihre berufliche Tätigkeit in Einzelpraxen weiterbetreiben. Die Realteilung einer Personengesellschaft ist der umgekehrte Fall einer Einbringung in eine Personengesellschaft nach § 24 UmwStG 2006.

Somit ist auch bei Einbringung eines Betriebs, für den die Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung vorgenommen wird, in eine Personengesellschaft ein Übergang zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich nicht mehr zwingend erforderlich, sofern die Einbringung nach § 24 Abs. 2 Satz 2 UmwStG 2006 zu Buchwerten erfolgt und die aufnehmende Personengesellschaft ihren Gewinn ebenfalls durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt. Dies gilt entsprechend bei der Einbringung eines Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils.

Hinweis

Die gegenteilige Verwaltungsauffassung in Rdnr. 24.03 des Umwandlungssteuererlasses vom 11.11.2011 (BStBl I 2011, 1314) ist insoweit überholt.

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