Ausgabe 36/2014
Thema der Woche vom 04.09.2014

Einführung des Mini-One-Stop-Shops (MOSS)

Ab dem 01.01.2015 ist es im Zuge des Kroatien-Anpassungsgesetzes (BGBl I 2014, 1266) zu Änderungen beim Ort der sonstigen Leistung gekommen. Ab dem kommenden Jahr sind Telekommunikationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie elektronisch erbrachte Dienstleistungen - z.B. per Download bzw. per Streaming (von Musik etc.) - immer im Land des Dienstleistungsempfängers zu besteuern. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich bei dem Leistungsempfänger um einen Unternehmer handelt, der die Leistung für sein Unternehmen bezieht, oder um einen privaten Endverbraucher. Diese Neuerung führt dazu, dass die betroffenen Dienstleister sich nunmehr in jedem EU-Land, in dem sie Leistungen erbringen, grundsätzlich umsatzsteuerlich registrieren lassen müssen. Für die betroffenen Branchen wäre ein Zwang zur steuerlichen Registrierung in unterschiedlichen EU-Staaten mit erheblichen Kosten verbunden. Der Gesetzgeber hat zur Abmilderung der Folgen aus der Gesetzesänderung den MOSS eingeführt.

Ausgangslage bei sonstigen Leistungen zwischen zwei EU-Ländern