Ausgabe 38/2017
Einkommensteuer Aktuell vom 19.09.2017
FG München, Urt. v. 19.05.2017 - 8 K 2605/16, Rev. eingelegt (Az. beim BFH: VI R 31/17)

Ersparte Überführungskosten sind geldwerter Vorteil

Der Endpreis eines Autos i.S.d. § 8 Abs. 3 Satz 1 EStG beinhaltet die Überführungskosten. Bei einem Verzicht darauf durch den Arbeitgeber entsteht ein lohnsteuerpflichtiger geldwerter Vorteil.

FG München, Urt. v. 19.05.2017 - 8 K 2605/16, Rev. eingelegt (Az. beim BFH: VI R 31/17)

Ein Autohersteller ermöglichte seinen eigenen aktiven und ehemaligen Angestellten sowie teilweise denen der Subunternehmer, die von ihm produzierten Autos zu Mitarbeiterkonditionen und ohne Überführungskosten zu erwerben. Das Finanzamt bewertete den Verzicht auf die Überführungskosten als geldwerten Vorteil und somit steuerpflichtigen Lohnbestandteil, was strittig ist.

Die Klage dagegen hatte keinen Erfolg. Auch das FG München hat die ersparten Überführungskosten als geldwerten Vorteil bewertet. Die Verbilligung des Kaufpreises ist ursächlich durch das individuelle Arbeitsverhältnis veranlasst gewesen, daher lagen Einnahmen i.S.d. § 8 EStG vor (vgl. BFH, Urt. v. 26.07.2012 - VI R 30/09, BStBl II 2013, 400).