Ausgabe 14/2017
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 04.04.2017
EuGH, Urt. v. 14.03.2017 - C-188/15, n.rkr.

EuGH: Kopftuchverbot aufgrund eines Kundenwunschs unzulässig

Der EuGH hat entschieden, dass der Arbeitgeber das Tragen von Kopftüchern und anderen religiösen Zeichen nicht verbieten darf, wenn der Grund für dieses Verbot in der Beschwerde eines einzelnen Kunden liegt. Auf ein Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation entschied der EuGH, dass es Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27.11.2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf widerspricht, einer Mitarbeiterin das Tragen eines muslimischen Kopftuchs allein deshalb zu verbieten, weil ein Kunde des Arbeitgebers dies wünscht.