Ausgabe 45/2008
Thema der Woche vom 06.11.2008

Geänderter Umgang mit Auslandseinkünften und -vermögen

Der EuGH hat sich in mehreren Urteilen zur diskriminierenden Anwendung von inländischen Vorschriften im EStG sowie ErbStG geäußert. Diese Rechtsprechung wird nun umgesetzt. Das Jahressteuergesetz (JStG) 2009 passt eine Reihe von inländischen Vorschriften an. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die geänderte Behandlung von ausländischen Einkünften. Hier sollen die Verrechnung von Auslandsverlusten und die Regeln zum Progressionsvorbehalt an das EU-Recht angepasst werden.

In allen offenen Fällen werden zudem die Belastungsunterschiede zwischen in- und ausländischem Vermögen nach § 31 BewG und § 12 Abs. 6 ErbStG beseitigt, indem nicht mehr der gemeine Wert, sondern der Steuerwert unter Berücksichtigung des § 13a ErbStG Anwendung findet.

Nachfolgend werden die Auswirkungen in der Praxis beleuchtet.

Die anstehenden Änderungen des EStG im Überblick …