Ausgabe 47/2009
Steuertipp vom 19.11.2009

Gewerbesteueranrechnung: Ermittlung des Anrechnungshöchstbetrags

Die Anrechnung der Gewerbesteuer ist gem. § 35 Abs. 1 Satz 1 EStG auf den Betrag der Einkommensteuer begrenzt, der auf die gewerblichen Einkünfte entfällt. Der Höchstbetrag für die Ermäßigung der Einkommensteuer berechnet sich aus dem Verhältnis der Summe der positiven gewerblichen Einkünfte zur Summe aller positiven Einkünfte.

Die positiven Einkünfte sind nach Verwaltungsansicht (vgl. BMF-Schreiben v. 24.02.2009 - IV C 6 - S 2296-a/08/10002, BStBl I 2009, 440) quellenbezogen zu ermitteln. Eine Saldierung der positiven mit den negativen Einkunftsquellen innerhalb der gleichen Einkunftsarten und zwischen verschiedenen Einkunftsarten erfolgt nicht. Die Einkünfte aus § 20 EStG gelten aus Vereinfachungsgründen als aus einer Quelle bezogen.

Entgegen der bisherigen Rechtslage sind nach der Verwaltungsauffassung ab dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2008 Gewerbesteuermessbeträge und die zu zahlende Gewerbesteuer für die Berechnung des Anrechnungsvolumens nur noch insoweit zu berücksichtigen, wie sie aus Einkunftsquellen stammen, deren Einkünfte null oder positiv sind. Bei negativen gewerblichen Einkünften sind der zugehörige Gewerbesteuermessbetrag (z.B. wenn er aufgrund von Hinzurechnungen entstanden ist) und die zu zahlende Gewerbesteuer danach nicht zu berücksichtigen.

Beispiel:
Gewerbebetrieb 1
Gewinn - 1 ı