Ausgabe 9/2018
Steuertipp vom 27.02.2018

Gewerbeverlust bei Einbringung von Betrieben

Voraussetzung für den Verlustabzug nach § 10a GewStG ist bei Personenunternehmen (Einzelunternehmen und Mitunternehmerschaften) die Unternehmens- und Unternehmeridentität. Bei Kapitalgesellschaften kommt es dagegen auf das Merkmal der Unternehmensidentität nicht an, weil diese alleine aufgrund ihrer Rechtsform sachlich gewerbesteuerpflichtig sind (BFH, Urt. v. 29.10.1986, BStBl II 1987, 310).

Wird der Betrieb eines Einzelunternehmers oder einer Personengesellschaft in eine (andere) Personengesellschaft eingebracht, hat dies zur Folge, dass der vortragsfähige Gewerbeverlust auf die Personengesellschaft übergeht. Er kann dort mit positiven Gewerbeerträgen verrechnet werden, soweit diese dem Einbringenden nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel zugerechnet werden (§ 10a Satz 5 GewStG).