Ausgabe 18/2008
Steuertipp vom 01.05.2008

Gewerblicher Grundstückshandel: Erbbaurecht und Beteiligungen

Ein gewerblicher Grundstückshandel liegt i.d.R. vor, wenn vor Ablauf eines Zeitraums von fünf Jahren seit Anschaffung bzw. Errichtung mehr als drei Objekte (sog. Drei-Objekt-Grenze) veräußert werden und zwischen den einzelnen Verwertungsmaßnahmen nicht mehr als fünf Jahre liegen. Zu dieser Problematik hat der BFH folgende neue Gesichtspunkte festgelegt:

Die Bestellung eines Erbbaurechts ist kein Objekt i.S.d. Drei-Objekt-Grenze. Durch die erstmalige Bestellung eines Erbbaurechts kann somit kein gewerblicher Grundstückshandel begründet werden. Hiervon zu unterscheiden ist jedoch die Weiterveräußerung eines bereits bestellten Erbbaurechts. In diesem Fall gehen sowohl der BFH als auch die Verwaltung davon aus, dass die Weiterveräußerung bei der Prüfung, ob die Drei-Objekt-Grenze überschritten wird, zu berücksichtigen ist.