Ausgabe 50/2018
Steuertipp vom 11.12.2018

Höchstbetrag beim häuslichen Arbeitszimmer

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind bis 1.250 € begrenzt abzugsfähig, wenn für die betriebliche und/oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Es handelt sich hierbei um einen Höchstbetrag. Die geltend gemachten und glaubhaft nachgewiesenen Aufwendungen sind auf einen Betrag von 1.250 € zu deckeln. Die Aufwendungen sind vom Steuerpflichtigen glaubhaft zu machen, ein pauschaler Ansatz von 1.250 € kommt nicht in Betracht.

Frühere Verwaltungsauffassung war, dass der Höchstbetrag objektbezogen und nicht pro Nutzer gewährt wird (vgl.BMF-Schreiben v. 02.03.2011, BStBl I 2011, 195, Rdnr. 20). Mit Urteilen vom 15.12.2016 - VI R 53/12 und VI R 86/13 hat der BFH davon abweichend entschieden, dass der Höchstbetrag personenbezogen zu gewähren ist. Demnach kann jeder Steuerpflichtige, dem ein Arbeitsplatz in einem Arbeitszimmer im erforderlichen Umfang zur Verfügung steht, den Höchstbetrag von 1.250 € geltend machen. Für den Abzug der Aufwendungen bleibt weiterhin erforderlich, dass in dem Arbeitszimmer eine betriebliche oder berufliche Tätigkeit verrichtet wird und dass der Umfang der Tätigkeit des Steuerpflichtigen es glaubhaft erscheinen lässt, dass hierfür tatsächlich ein häusliches Arbeitszimmer bereitgehalten wird.