Ausgabe 21/2011
Steuertipp vom 26.05.2011

Investitionsabzugsbetrag bei Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung

Bei Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschussrechnung ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags, dass der Gewinn 100.000 ı nicht überschreitet. Es ist die Frage aufgetreten, ob Hinzurechnungsbeträge i.S.d. § 7g Abs. 2 Satz 1 EStG bzw. die gewinnmindernde Herabsetzung der Anschaffungs-/Herstellungskosten gem. § 7g Abs. 2 Satz 2 EStG bei der Ermittlung des Gewinns i.S.d. § 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 1c EStG zu berücksichtigen sind.

Zur Ermittlung der Betriebsgröße wird ausschließlich auf den nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelten Gewinn abgestellt. Korrekturen, die aus steuerlichen Gründen an diesem Gewinn außerhalb der Gewinnermittlung vorzunehmen sind, bleiben dabei unberücksichtigt. Dies hat zur Folge, dass sowohl die durch die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags selbst eintretende Minderung des Gewinns als auch die (gewinnerhöhende) Hinzurechnung gem. § 7g Abs. 2 Satz 1 EStG bei der Ermittlung des Betriebsgrößenmerkmals unberücksichtigt bleiben. Gleiches gilt für das Rückgängigmachen eines Investitionsabzugsbetrags nach § 7g Abs. 3 EStG.