Ausgabe 17/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 24.04.2018
BFH, Urt. v. 19.10.2017 - III R 8/17

Kein Kindergeldanspruch über die Vollendung des 25. Lebensjahres hinaus wegen Dienst im Katastrophenschutz

Verpflichtet sich ein Kind zu einem mehrjährigen Dienst im Katastrophenschutz (hier: Dienst bei der freiwilligen Feuerwehr) und wird es deshalb vom Wehrdienst freigestellt, erwächst daraus keine Verlängerung der kindergeldrechtlichen Berücksichtigungsfähigkeit über das 25. Lebensjahr hinaus.

BFH, Urt. v. 19.10.2017 - III R 8/17

Im Streitfall absolvierte der im November 1987 geborene Sohn des Klägers ein Medizinstudium, das er 2013 kurz vor Vollendung des 26. Lebensjahres abschloss. Bereits im Jahr 2005 wurde er wegen einer mindestens sechs Jahre umfassenden Verpflichtung im Katastrophenschutz (Freiwillige Feuerwehr) vom (früheren) Wehrdienst freigestellt. Die Familienkasse gewährte dem Kläger das Kindergeld nur bis November 2012, da der Sohn in diesem Monat sein 25. Lebensjahr vollendete.

In seinem Urteil hat der BFH diese Auffassung bestätigt. Volljährige Kinder können zwar beim Kindergeldanspruch berücksichtigt werden, solange sie sich in Ausbildung befinden. Das Kindergeldrecht sieht insoweit aber eine Altersgrenze von 25 Jahren vor. Diese Altersgrenze wird zwar in bestimmten Fällen des § 32 Abs. 5 EStG verlängert. Nach § 32 Abs. 5 Satz 1 EStG wird ein Kind, das

  • den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst geleistet hat, oder