Ausgabe 39/2021
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 29.09.2021
ArbG Cottbus, Urt. v. 17.06.2021 - 11 Ca 10390/20

Kündigung trotz Vorlage eines Attests zur Befreiung von der Maskenpflicht

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist eine der zentralen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und wird meist durch Vorschriften des öffentlichen Rechts angeordnet. Der medizinische Mund-Nasen-Schutz ist hingegen schon seit vielen Jahren im Gesundheitswesen Alltag und wird dort nicht hinterfragt, da seine Notwendigkeit beispielsweise bei Operationen auf der Hand liegt. Anders sieht die Sachlage aus, wenn der Mund-Nasen-Schutz im Rahmen der Corona-Pandemie vom Arbeitgeber angeordnet wird: Die Reaktion der Arbeitnehmerschaft ist gespalten. Welche Konsequenzen die Weigerung zum Tragen einer Maske trotz Vorlage eines Attests zur Befreiung von der Maskenpflicht haben kann, zeigt ein Urteil des ArbG Cottbus vom 17.06.2021 auf.