Ausgabe 12/2017
Steuertipp vom 21.03.2017

Lohnsteuerliche Behandlung der Berufshaftpflichtversicherung von Rechts- und Patentanwälten

Aufgrund des BFH-Urteils vom 19.11.2015 (BStBl II 2016, 303) war geklärt, dass sowohl eine Rechtsanwalts-GmbH als auch eine Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung mit der Versicherung ihrer eigenen Berufstätigkeit durch Abschluss einer gesetzlich vorgeschriebenen Berufshaftpflichtversicherung ihren angestellten Rechtsanwälten keinen Arbeitslohn zuwenden. Ob dies auch so zu sehen ist, wenn es sich bei dem Arbeitgeber um einen Zusammenschluss mehrerer Rechtsanwälte zur gemeinsamen Berufsausübung handelt, für den keine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer eigenen Berufshaftpflichtversicherung besteht, z.B. eine Rechtsanwalts-GbR, war bisher noch offen.