Ausgabe 3/2011
Steuertipp vom 20.01.2011

Neue steuerliche Behandlung von Unfallkosten bei Firmenwagengestellung ab 2011

Ab dem 01.01.2011 ist die steuerliche Behandlung von Unfallkosten bei der Firmenwagengestellung neu geregelt. Nach R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 Satz 11 LStR 2011 gehören Unfallkosten nicht mehr zu den Gesamtkosten eines dem Arbeitnehmer überlassenen Firmenwagens. Vom Arbeitgeber getragene Unfallkosten sind vielmehr - neben dem sich nach der 1-%-Regelung oder der Fahrtenbuchmethode ergebenden geldwerten Vorteil - gesondert zu würdigen. In R 8.1 Abs. 9 LStR 2011 wurden u.a. folgende neue Regelungen aufgenommen:

  1. Bagatellunfälle

    Verbleiben nach Erstattungen durch Dritte Unfallkosten bis zu 1.000 ı (zzgl. USt) je Schaden, ist es nicht zu beanstanden, wenn der Aufwand als Reparaturkosten in die Gesamtkosten einbezogen wird (R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 Satz 12 LStR 2011). Diese Vereinfachungsregelung gilt auch bei der 1-%-Regelung (vgl. R 8.1 Abs. 9 Nr. 1 Satz 9 LStR 2011), so dass Unfallkosten bis zu einem Betrag von 1.000 ı zzgl. USt bei Anwendung der 1-%-Regelung nicht als gesonderter geldwerter Vorteil anzusetzen sind.

  2. Verzicht des Arbeitgebers auf Schadenersatz