Ausgabe 46/2010
Thema der Woche vom 18.11.2010

Neuregelung der Abschreibung nach Einlage ins Betriebsvermögen

Werden Immobilien oder sonstige abnutzbare Wirtschaftsgüter vor der Einlage in das Betriebsvermögen zur Einkünfteerzielung im Privatbereich (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 bis 7 EStG) genutzt, bemisst sich

  • der Einlagewert nach dem Teilwert, jedoch höchstens nach den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten als Obergrenze bei Einlagen innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung oder Herstellung (§ 6 Abs. 1 Nr. 5 Satz 1 zweiter Halbsatz Buchst. a i.V.m. Satz 2 EStG)
  • die AfA-Bemessungsgrundlage abweichend von § 7 Abs. 1 Satz 5 EStG, wenn die Wirtschaftsgüter vor der Einlage zur Einkünfteerzielung im Privatvermögen genutzt worden sind.

Nach geltender Rechtslage ist die weitere Abschreibung nach dem bisherigen § 7 Abs. 1 Satz 5 EStG von den um die bisher geltend gemachten AfA-Beträge geminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorzunehmen. Damit soll eine doppelte Inanspruchnahme von Abschreibungsvolumen vermieden werden.

Gesetzliche Neuregelung