Ausgabe 41/2012
Steuertipp vom 11.10.2012

Rechtzeitige Anfechtung der Feststellung eines EBITDA-Vortrags

Der verbleibende EBITDA-Vortrag ist nach § 4h Abs. 4 EStG zum Ende des Wirtschaftsjahres in einer Summe gesondert festzustellen. In die Feststellung fließt der EBITDA-Vortrag des laufenden Wirtschaftsjahres und der zum Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres festgestellte und im laufenden Wirtschaftsjahr nicht verbrauchte EBITDA-Vortrag ein. Eine Feststellung getrennt nach Entstehungsjahren der EBITDA-Vorträge ist nicht vorzunehmen.

In Bestandskraft erwächst ausschließlich der zum Schluss des Wirtschaftsjahres festgestellte verbleibende EBITDA-Vortrag (§ 4h Abs. 4 EStG) in einer Summe. Diesen Wert muss der Unternehmer in einem Rechtsbehelfsverfahren anfechten und nicht die in den einzelnen Wirtschaftsjahren entstandenen EBITDA-Vorträge. Sie stellen lediglich unselbständige Besteuerungsgrundlagen (d.h. hier: Feststellungsgrundlagen) dar.

Durch den Verweis in § 4h Abs. 4 EStG auf die entsprechende Geltung des § 10d Abs. 4 EStG ist sichergestellt, dass nicht nachträglich z.B. im Rahmen der Feststellung des EBITDA-Vortrags zum Ende des Wirtschaftsjahres 2016 die Höhe des EBITDA-Vortrags streitig gestellt werden kann, der im Wirtschaftsjahr 2012 entstanden und festgestellt worden ist. In diesem Fall hätte der Unternehmer den EBITDA-Vortrag zum Ende des Wirtschaftsjahres 2012 anzufechten (§ 182 Abs. 1 AO).