Ausgabe 29/2011
Steuertipp vom 21.07.2011

Reisekosten bei Auswärtstätigkeiten: Zuzahlungen der Arbeitnehmer bei Frühstücksgestellung lösen keine Umsatzsteuer aus

Erhält der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber anlässlich einer Auswärtstätigkeit neben der Übernachtung auch ein Frühstück (Kostentragung durch und Rechnung an den Arbeitgeber), liegt weder ein umsatzsteuerpflichtiger Leistungsaustausch noch eine umsatzsteuerpflichtige Wertabgabe an den Arbeitnehmer vor, wenn der Arbeitgeber die Frühstückskosten in voller Höhe getragen hat oder dem Arbeitnehmer die verauslagten Kosten in voller Höhe oder unter Einbehalt des für ein Frühstück anzusetzenden Sachbezugswerts nach der SvEV (2011 = 1,57 ı) erstattet hat.

Bisher ging die Finanzverwaltung bei einer Frühstücksgestellung von einer gegen Entgelt ausgeführten umsatzsteuerpflichtigen sonstigen Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer aus, wenn der Arbeitgeber die Reisekostenvergütung des Arbeitnehmers um einen höheren Betrag als den nach der SvEV anzusetzenden Sachbezugswert von 1,57 ı kürzt. Diese Auffassung hat die Finanzverwaltung erfreulicherweise aufgegeben. Ein umsatzsteuerpflichtiger Leistungsaustausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegt auch dann nicht vor, wenn der Arbeitgeber die Reisekostenvergütung um einen höheren Betrag als den nach der SvEV anzusetzenden Sachbezugswert von 1,57 ı kürzt (z.B. 4,80 ı).