Ausgabe 27/2018
Körperschaftsteuer Aktuell vom 03.07.2018
BFH, Urt. v. 24.01.2018 - I R 48/15

Rückwirkende Besteuerung des Einbringungsgewinns II nach einer Aufwärtsverschmelzung

  1. Einem qualifizierten Anteilstausch i.S.d. § 21 Abs. 1 Satz 2 erster Halbsatz UmwStG 2006 i.d.F. des JStG 2009 steht weder entgegen, dass die übernehmende Gesellschaft vor der Einbringung keine Anteile an der erworbenen Gesellschaft inne hatte, noch, dass jeweils hälftige Beteiligungen - nicht aber eine einheitliche Mehrheitsbeteiligung - eingebracht wurden. Erforderlich ist insoweit lediglich, dass die übernehmende Gesellschaft nach der Einbringung - und damit unter Berücksichtigung sämtlicher eingebrachter Anteile - insgesamt die Stimmrechtsmehrheit hat.
  2. In der Verschmelzung der Tochtergesellschaft auf die Muttergesellschaft ("Verschmelzung zur Aufnahme", Aufwärtsverschmelzung) liegt eine Veräußerung i.S.d. § 22 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 2006 i.d.F. des JStG 2009.
BFH, Urt. v. 24.01.2018 - I R 48/15