Ausgabe 2/2018
Steuertipp vom 09.01.2018

Sonderausgabenabzug von Schulgeldzahlungen an Schulen im Inland

Mit der Neuregelung des Schulgeldabzugs ab dem VZ 2008 ist die Klassifizierung der Schule (z.B. als Ersatz- oder Ergänzungsschule) für die Berücksichtigung von Schulgeldzahlungen nicht mehr von Bedeutung. Vielmehr kommt es seither allein auf den erreichten oder beabsichtigten Abschluss an. Führt eine Privatschule zu einem anerkannten allgemeinbildenden oder berufsbildenden Schul-, Jahrgangs- oder Berufsabschluss oder bereitet hierauf vor, kann ein Sonderausgabenabzug der Schulgeldzahlungen in Betracht kommen. Die Prüfung und Feststellung der schulrechtlichen Kriterien obliegt allein dem zuständigen inländischen Landesministerium, der Kultusministerkonferenz der Länder oder der zuständigen inländischen Zeugnisanerkennungsstelle. Die Finanzverwaltung ist - wie bisher - an deren Entscheidung gebunden und führt keine eigenen Prüfungen durch (BMF-Schreiben v. 09.03.2009, BStBl I 2009, 487, Tz. 1). Grundsätzlich hat der Steuerpflichtige im Rahmen seiner Mitwirkungspflichten nach § 90 AO nachzuweisen, dass die zu beurteilende Schule die Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG erfüllt.