Ausgabe 20/2018
Einkommensteuer Aktuell vom 15.05.2018
FG Münster, Urt. v. 14.03.2018 - 3 K 2271/16 E, F, Rev. zugelassen

Steuerberatungskosten für die Erstellung einer Steuererklärung nach US-amerikanischem Recht keine Werbungskosten

Steuerberatungskosten, die nicht mit der Ermittlung von in Deutschland steuerbaren Einkünften zusammenhängen, sind nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Das gilt auch für Steuerberatungskosten, die im Zusammenhang mit einer US-amerikanischen Einkommensteuererklärung wegen deutscher Vermietungseinkünfte anfallen.

FG Münster, Urt. v. 14.03.2018 - 3 K 2271/16 E, F, Rev. zugelassen

Im Streitfall musste ein US-amerikanischer Staatsbürger mit deutschem Wohnsitz seine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Grundstücken in Deutschland in den USA erklären. Zu diesem Zweck wandte der Grundstückseigentümer Steuerberaterkosten auf. Nach dem DBA-USA wird die in Deutschland gezahlte Einkommensteuer angerechnet. Die Steuerberatungskosten machte er gegenüber dem deutschen Finanzamt als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend, was strittig ist.

Das FG Münster hat die Steuerberatungskosten als nicht abzugsfähig beurteilt und die Klage abgewiesen. Grundsätzlich gehören Steuerberatungskosten, soweit sie mit der Ermittlung der Einkünfte zusammenhängen, z.B. zu den Werbungskosten i.S.d. § 9 Abs. 1 EStG (vgl. z.B. BFH, Urt. v. 06.04.1995 - VIII R 10/94, BFH/NV 1996, 22; v. 30.04.1965 - VI 207/62 S, BStBl III 1965, 410). Dabei muss es sich jedoch um in Deutschland steuerbare Einkünfte handeln.