Ausgabe 50/2013
Steuertipp vom 12.12.2013

Steuerliche Beurteilung der im Rahmen des Projekts "Deutschland rundet auf" gespendeten Beträge

Im Rahmen des Projekts "Deutschland rundet auf" können Kunden im Einzelhandel beim Zahlvorgang mit den Worten "Aufrunden bitte" den zu zahlenden Betrag auf den nächsthöheren 10-Cent-Betrag zugunsten des Projekts aufrunden. Bisher vereinnahmen die beteiligten Einzelhändler diese von ihren Kunden gespendeten Beträge im Namen und für Rechnung der DEUTSCHLAND RUNDET AUF Gemeinnützige Stiftungs-GmbH, Berlin (Stiftungs-GmbH).

Aus zahlungsverkehrsrechtlichen Gründen soll das Verfahren dahin modifiziert werden, dass die gespendeten Beträge im Namen und für Rechnung des Einzelhändlers vereinnahmt werden. Die durch die Kunden gespendeten Beträge müssen durch den Einzelhändler auf ein separat zu führendes Konto transferiert und zu bestimmten Stichtagen an die gemeinnützige Stiftungs-GmbH überwiesen werden.

Die Verwaltung sieht im o.g. Fall in den im Rahmen des Projekts "Deutschland rundet auf" von den Verbrauchern an die Einzelhändler zugewendeten Beträgen, die von diesen an die Initiative weitergeleitet werden, umsatzsteuerrechtlich nichtrelevante Geldzuwendungen. Die Zuwendungen sind kein Entgelt für eine vom Einzelhändler an den Verbraucher erbrachte Leistung.