Ausgabe 40/2017
Steuertipp vom 02.10.2017

Streuwerbeartikel bei der Pauschalierung der Einkommensteuer nach § 37b EStG

Sachzuwendungen, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 10 € nicht übersteigen, sind bei der Anwendung des § 37b EStG als Streuwerbeartikel anzusehen und fallen daher nicht in den Anwendungsbereich der Vorschrift (BMF-Schreiben v. 19.05.2015, BStBl I 2015, 468, Rdnr. 10). Sie sind damit nicht in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen. Streuwerbeartikel sind Werbemittel, die durch ihre breite Streuung eine Vielzahl von Menschen erreichen und damit den Bekanntheitsgrad des Unternehmens steigern (z.B. Kugelschreiber mit Werbeaufdruck).

Bei der Prüfung der 10-€-Grenze ist auf den Wert des einzelnen Werbeartikels abzustellen, auch wenn ein Zuwendungsempfänger mehrere Artikel erhält. Besteht der einzelne Werbeartikel aus einer Sachgesamtheit (z.B. ein Etui mit zwei Kugelschreibern) ist für die Prüfung der 10-€-Grenze naturgemäß auf den Wert der Sachgesamtheit abzustellen. Die Umsatzsteuer ist bei der Prüfung der 10-€-Grenze den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur dann hinzuzurechnen, wenn der Abzug als Vorsteuer - ohne Berücksichtigung des § 15 Abs. 1a UStG - nicht ausgeschlossen ist (sinngemäße Anwendung von R 9b Abs. 2 Satz 3 EStR, H 9b "Freigrenze für Geschenke nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG ").