Ausgabe 14/2010
Steuertipp vom 08.04.2010

Umsatzsteuerliche Folgen einer vorzeitigen Rückgabe des Leasinggegenstands

Bei vorzeitiger Vertragsbeendigung hat der Leasingnehmer häufig einen Ausgleichsanspruch gegenüber dem Leasinggeber. Dabei stellt sich aus umsatzsteuerlicher Sicht die Frage, ob der Ausgleichsanspruch zugunsten des Leasingnehmers zu einer Minderung des für die Leasingleistung vereinbarten Entgelts und damit auch zu einer Minderung des Vorsteuerabzugs beim Leasingnehmer führt. Der Ausgleichsanspruch entsteht dadurch, dass der Leasinggegenstand bei vorzeitiger Rückgabe regelmäßig einen höheren Wert hat als bei Rückgabe zum vereinbarten Vertragsende. Dieser Vorteil kann anhand der Differenz zwischen dem realen Wert des Leasinggegenstands und dem prognostizierten Wert bei vertragsgemäßer Rückgabe ermittelt werden. Der Zinsvorteil, der dem Leasinggeber durch die frühere Verwertung des Leasingfahrzeugs entsteht, ist hiervon abzuziehen.