Ausgabe 34/2011
Thema der Woche vom 25.08.2011

Vereinfachtes Ertragswertverfahren für das geerbte Betriebsvermögen

Die gleichlautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 17.05.2011 (BStBl I 2011, 606) regeln die Umsetzung des Erbschaftsteuerreformgesetzes und die Anwendung der §§ 11, 95 bis 109 und 199 ff. BewG i.d.F. des ErbStRG. Sie gelten für die Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens für Bewertungsstichtage ab dem 01.07.2011. Die Vorgängerversion (Gleichlautende Ländererlasse v. 25.06.2009, BStBl I 2009, 698) wird gleichzeitig aufgehoben, bleibt aber für Erwerbe bis zum 30.06.2011 gültig.

Der sehr umfangreiche neue Ländererlass enthält inhaltlich zwar keine grundlegenden rechtlichen Änderungen, wurde aber redaktionell überarbeitet, in seiner Gliederung optimiert und insbesondere im Hinblick auf das vereinfachte Ertragswertverfahren neu gefasst. So wird umfangreich definiert, wann es aufgrund von offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen nicht anzuwenden ist, wann der durchschnittliche Jahresertrag nicht aus den vorhergehenden drei vollen Wirtschaftsjahren abgeleitet werden darf und wann es in Sonderfällen irrelevant ist. Im Folgenden werden die für die Praxis wichtigsten Eckpunkte vorgestellt.

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