Ausgabe 38/2021
Steuertipp vom 22.09.2021

Verluste aus dem Wegfall von Kapitalforderungen

Seit Einführung der Abgeltungsteuer wird der Gewinn aus der Veräußerung von sonstigen Kapitalforderungen jeder Art der Besteuerung unterworfen (§ 20 Abs. 2 Nr. 7 EStG). Hierzu zählt u.a. die Veräußerung von Darlehensforderungen, wenn diese nach dem 31.12.2008 angeschafft bzw. begründet wurden (vgl. BMF-Schreiben v. 03.06.2021 - IV C 1 - S 2252/19/10003 :002, BStBl I 2021, 723). Mit diesem BMF-Schreiben hat sich die Verwaltung der BFH-Rechtsprechung zur Berücksichtigung eines Forderungsverlusts und -verzichts angeschlossen.

Die ganz oder teilweise Uneinbringlichkeit einer Kapitalforderung i.S.d. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG führt danach zu einem steuerlich anzuerkennenden Veräußerungsverlust gem. § 20 Abs. 2 Nr. 7 Satz 2 und Abs. 4 EStG. Dies gilt grundsätzlich nur, wenn die Kapitalforderung nach dem 31.12.2008 begründet worden ist und die Kapitalerträge nach dem 31.12.2008 zugeflossen sind (vgl. § 52 Abs. 28 Satz 15 EStG und das o.g. BMF-Schreiben v. 03.06.2021, Rdnr. 60).