Ausgabe 13/2018
Körperschaftsteuer Aktuell vom 27.03.2018
BMF-Schreiben v. 23.02.2018 - IV C 2 - S 1978-b/16/10001 :001

Verlustverrechnung bei unterjähriger Abspaltung

Der sog. Umwandlungssteuererlass (BMF- Schreiben v. 11.11.2011 - IV C 2 - S 1978 b/08/10001, BStBl I 2011, 1314) enthält auch im Hinblick auf Verlustvorträge zahlreiche Erläuterungen bzw. Verlautbarungen sowie Ausführungen zur Verlustbehandlung bei Abspaltungen. Die dortigen Aussagen sind jedoch teilweise durch das aktuelle BMF-Schreiben vom 28.11.2017 - IV C 2 - S 2745-a/09/10002: 004 (BStBl I 2017, 1645) zu § 8c KStG überholt. Die Finanzverwaltung nimmt dies zum Anlass, ihre Aussagen im Umwandlungssteuererlass mit aktuellem Schreiben zu überholen. Davon sind zwei Textziffern im Umwandlungssteuererlass betroffen:

Tz. 15.41: Dass sich in Abspaltungsfällen die bei der übertragenden Körperschaft vorhandenen Verlustvorträge verringern, gilt nach wie vor. Die Kürzung erfolgt in dem Verhältnis, in dem bei Zugrundelegung des gemeinen Werts das Vermögen auf eine andere Körperschaft übergeht. Änderungen ergeben sich aber bei Abspaltungen auf einen unterjährigen steuerlichen Übertragungsstichtag. Insbesondere ist Rdnr. 37 des BMF-Schreibens vom 28.11.2017 - IV C 2 - S 2745-a/09/10002: 004 (a.a.O.) zu § 8c KStG mit der Maßgabe anzuwenden, dass im Fall einer Abspaltung bei einem Organträger das zu diesem Zeitpunkt (d.h. unterjährige) noch nicht zugerechnete negative Organeinkommen einer Organgesellschaft nicht der Verlustabzugsbeschränkung des § 15 Abs. 3 UmwStG unterliegt.