Ausgabe 36/2007
Steuertipp vom 06.09.2007

Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung: Nur Betriebsvermögen begünstigt?

Eltern übertragen ihr Vermögen vielfach im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auf ihre Kinder. Das Vermögen soll unentgeltlich auf die Kinder übergehen, gleichwohl möchten die Eltern aber noch an den Erträgen des übertragenen Vermögens partizipieren. Daher wird häufig kein Entgelt vereinbart, sondern Versorgungsleistungen, die sich einerseits an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (an den Erträgen des übertragenen Vermögens) orientieren, andererseits am Versorgungsbedürfnis der Eltern. Können die Versorgungsleistungen aus den Erträgen des übertragenen Vermögens finanziert werden, sind diese beim Kind in voller Höhe als Sonderausgaben steuermindernd zu berücksichtigen. Bei den Eltern liegen in gleicher Höhe steuerpflichtige sonstige Einkünfte vor.