Ausgabe 11/2011
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 17.03.2011
ArbG Krefeld, Urt. v. 22.01.2011 - 1 Ca 2401/10

Verstoß gegen Rauchverbot kann zur fristlosen Kündigung führen

Der Arbeitgeber darf gegenüber dem Arbeitnehmer ein Rauchverbot aussprechen. Eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag ist dafür nicht notwendig. Schon das Direktionsrecht des Arbeitgebers reicht aus. Es muss auch keine Gefährdungslage o.Ä. vorliegen, selbst wenn das Rauchverbot im konkreten Fall mit einer Gefährdungslage begründet wird. In einem im Januar 2011 vor dem ArbG Krefeld entschiedenen Fall wurde dies klargestellt. Einem Arbeitnehmer wurde fristlos gekündigt, weil er rauchte. Gegen die Kündigung erhob er Kündigungsschutzklage.