Ausgabe 24/2019
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 11.06.2019
LAG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 08.05.2019 - 8 Sa 14/18, rkr.

Voraussetzungen einer Überstundenvergütung

Überstunden werden nur dann vergütet, wenn sie vom Arbeitgeber angeordnet, gebilligt, geduldet oder zur Erledigung der geschuldeten Arbeit notwendig waren. Der Arbeitnehmer muss darlegen und beweisen, dass er Arbeit in einem die Normalarbeitszeit übersteigenden zeitlichen Umfang verrichtet hat, und zwar an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten.

Der Kläger verlangte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Überstundenvergütung und Urlaubsabgeltung. Vom 01.10.2014 bis zum 31.07.2016 war der Kläger zu einem Bruttostundengehalt von 12 € bei der Beklagten in Vollzeit beschäftigt. In der letzten Abrechnung für Juli 2016 wies die Beklagte die Abgeltung von drei Urlaubstagen und die Auflösung des Arbeitszeitkontos aus und zahlte die entsprechenden Beträge an den Kläger. Im Jahr 2015 bezahlte die Beklagte mit der Augustabrechnung für 17,25 Überstunden 207 € brutto aus.