Ausgabe 41/2017
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht vom 10.10.2017
LAG Hamm, Urt. v. 14.08.2017 - 17 Sa 1540/16, rkr.

Zu den strengen Voraussetzungen einer Verdachtskündigung

Eine Verdachtskündigung kann ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber den Verdacht hat, dass der Arbeitnehmer eine strafbare Handlung oder eine schwerwiegende Pflichtverletzung begangen hat. Allerdings müssen sich starke Verdachtsmomente auf objektive Tatsachen gründen. Zudem müssen die Verdachtsmomente geeignet sein, das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zu zerstören. Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer Gelegenheit bekommt, vor der Kündigung Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen.