Ausgabe 14/2007
Steuertipp vom 05.04.2007

Abgrenzung häusliches/außerhäusliches Arbeitszimmer im Mehrfamilienhaus

Während die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer in vielen Fällen nach der ab 2007 geltenden Änderung des § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG gar nicht mehr berücksichtigt werden können, sind die Aufwendungen für ein außerhäusliches Arbeitszimmer in vollem Umfang als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar. Der BFH hat zur Abgrenzung zwischen häuslichem und außerhäuslichem Arbeitszimmer Stellung genommen, wenn der Steuerpflichtige in einem Mehrfamilienhaus wohnt und in diesem Haus zusätzliche Räumlichkeiten anmietet, die er als Arbeitszimmer nutzt.

  1. Werden von einem Steuerpflichtigen in einem Mehrfamilienhaus neben seiner Privatwohnung weitere Räumlichkeiten für berufliche Zwecke genutzt, so handelt es sich hierbei nur dann um ein häusliches Arbeitszimmer, wenn die beruflich genutzten Räume zur Privatwohnung in unmittelbarer räumlicher Nähe liegen, etwa weil die beruflich genutzten Räume unmittelbar an die Privatwohnung angrenzen oder weil sie auf derselben Etage direkt gegenüberliegen. Entsprechendes gilt, wenn der als Zubehörraum zur Wohnung gehörende Kellerraum als häusliches Arbeitszimmer genutzt wird. In diesem Fall ist die Abzugsbeschränkung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer zu beachten.