Ausgabe 8/2012
Steuertipp vom 23.02.2012

Abzug von Kinderbetreuungskosten im Fall der getrennten Veranlagung von Ehegatten für den Veranlagungszeitraum 2012

Die ertragsteuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2012 wurde durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 (BGBl I 2011, 2131) vereinheitlicht und vereinfacht. Ein Abzug kommt nur noch als Sonderausgaben in Betracht (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG). Gleichzeitig wird auf die personenbezogenen Voraussetzungen bei den Eltern (z.B. Berufstätigkeit) verzichtet. § 9c EStG wird mit Wirkung ab dem VZ 2012 aufgehoben. Außerdem wird die getrennte Veranlagung von Ehegatten nach § 26a EStG durch eine Einzelveranlagung von Ehegatten nach § 26a EStG i.d.F. des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 ersetzt. Diese Gesetzesänderung gilt ab dem VZ 2013 (§ 52 Abs. 1, 68 Satz 1 EStG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 des Steuervereinfachungsgesetzes 2011).

Für den VZ 2012 ist § 26a EStG daher noch in seiner bisherigen Fassung anzuwenden. Dieser verweist in Absatz 2 auf § 9c EStG, der jedoch wie vorstehend ausgeführt mit Wirkung ab dem 01.01.2012 aufgehoben wird. Da die Neufassung des § 26a EStG erst ab dem VZ 2013 gilt, gibt es für den VZ 2012 keine gesetzliche Regelung zur Aufteilung des Sonderausgabenabzugs von Kinderbetreuungskosten bei der getrennten Veranlagung von Ehegatten.

Die Verwaltung hat hierzu entschieden, dass