Ausgabe 12/2018
Steuertipp vom 20.03.2018

Abzug von Kosten eines gescheiterten Beteiligungserwerbs und Abzugsverbot

Aufwendungen, die im Hinblick auf einen geplanten, später jedoch tatsächlich nicht realisierten Anteilserwerb getätigt wurden (z.B. Due-Dilligence-Kosten, Beratungskosten), unterliegen nicht dem Abzugsverbot des § 8b Abs. 3 Satz 3 KStG. Der in § 8b Abs. 3 Satz 3 KStG geforderte Zusammenhang mit einem in § 8b Abs. 2 KStG genannten Anteil besteht nicht, da ein solcher Anteil bei einem gescheiterten Anteilserwerb tatsächlich nie erworben wurde (vgl. auch BFH-Urteil vom 09.01.2013, BStBl II 2013, 343). Nur Gewinnminderungen, die im Zusammenhang mit einem konkret vorhandenen Anteil i.S. von § 8b Abs. 2 KStG (?dem? Anteil) entstehen, sind dem Abzugsverbot des § 8b Abs. 3 KStG unterworfen.