Ausgabe 25/2018
Steuertipp vom 19.06.2018

Abzug von Vorsorgeaufwendungen bei steuerfreien Arbeitgeberzuschüssen zur Krankenversicherung

Vorsorgeaufwendungen i.S.d. § 10 Abs. 1 Nr. 3 und 3a EStG können grundsätzlich bis zur Höhe von 2.800 ? als Sonderausgaben abgezogen werden. Bei einer steuerpflichtigen Person, die ganz oder teilweise ohne eigene Aufwendungen einen eigenen Anspruch auf vollständige oder teilweise Erstattung oder Übernahme von Krankheitskosten hat oder für deren Krankenversicherung Leistungen i.S.d. § 3 Nr. 9, 14, 57 oder 62 EStG erbracht werden, vermindert sich der Höchstbetrag auf 1.900 ?. Bei zusammenveranlagten Ehegatten ist zunächst für jeden Ehegatten nach dessen persönlichen Verhältnissen der ihm zustehende Höchstbetrag zu bestimmen. Die Summe der beiden Höchstbeträge ist der gemeinsame Höchstbetrag, bis zu dessen Höhe die Aufwendungen beider Ehegatten insgesamt abzuziehen sind (Rdnr. 125 bis 127 und 130 des BMF-Schreibens v. 24.05.2017, BStBl I 2017, 820).

Zu den Zukunftssicherungsleistungen i.S.d. § 3 Nr. 62 EStG gehört auch der Zuschuss des Arbeitgebers zum Krankenversicherungsbeitrag nach § 257 SGB V. Folgende Fallgestaltungen sind zu unterscheiden:

1. Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse an den freiwillig privat krankenversicherten Beschäftigten und die freiwillige, private Krankenversicherung des nicht berufstätigen Ehegatten