Ausgabe 4/2007
Steuertipp vom 25.01.2007

Änderung bei der Versteuerung von privaten Rentenversicherungen

Private Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht werden nur noch dann mit dem günstigen Ertragsanteil besteuert (z.B. bei Rentenzahlung ab 60 mit 22 %), wenn gleichbleibende oder steigende wiederkehrende Bezüge zeitlich unbeschränkt für die Lebenszeit der versicherten Person vereinbart und erbracht werden. Leibrenten mit einer vertraglich vereinbarten Höchstlaufzeit (sog. abgekürzte Leibrenten) und wiederkehrende Bezüge, die nicht auf die Lebenszeit, sondern auf eine festgelegte Dauer zu entrichten sind (sog. Zeitrenten), sowie Kapitalleistungen zur Abfindung des bereits laufenden Rentenanspruchs führen in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen Leistung und Beiträgen zu Einnahmen aus Kapitalvermögen. Dieser Unterschiedsbetrag wird nur zur Hälfte angesetzt, wenn die Versicherungsleistung nach Vollendung des 60. Lebensjahres des Steuerzahlers und nach Ablauf von zwölf Jahren seit Vertragsabschluss ausgezahlt wird. Endet die Rentenzahlung allerdings aufgrund des Todes der versicherten Person, sind Kapitalleistungen zur Abfindung einer Rentengarantiezeit nicht zu besteuern. Die vorstehenden Ausführungen gelten für nach dem 31.12.2004 abgeschlossene Versicherungsverträge (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 i.V.m. § 52 Abs. 36 EStG).