Ausgabe 26/2014
Steuertipp vom 26.06.2014

Änderung einer Lohnsteueranmeldung zuungunsten und zugunsten des Arbeitgebers

Mit Urteil vom 30.10.2008 - VI R 10/05 (BStBl II 2009, 354) hat der BFH entschieden, dass eine Änderung der Festsetzung der Lohnsteuerentrichtungsschuld unter den Voraussetzungen des § 164 Abs. 2 Satz 1 AO auch nach Übermittlung oder Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung möglich ist. Im Urteilsfall wurde die Änderung einer Lohnsteueranmeldung zuungunsten des Arbeitgebers als zulässig angesehen, solange der Vorbehalt der Nachprüfung noch wirksam ist. Damit hat der BFH bestätigt, dass Nachforderungen für zu wenig einbehaltene Lohnsteuer neben dem Haftungsverfahren nach § 42d EStG auch durch Änderung einer Lohnsteueranmeldung zuungunsten des Arbeitgebers geltend gemacht werden können.